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KRIPPENKONZEPT der Ev.-Luth. Kindertagesstätte Wackelzahn (in Anlehnung an die ’Berliner Handreichung f. Kindertagesstätten-Konzeptionen / Haus am Rupenhorn)
Auszug aus Kapitel 3 der Gesamtkonzeption - Das Krippenkonzept: Die Arbeit mit Kindern im Alter von 2 Monaten bis 3 Jahren
Die professionelle Haltung der pädagogischen Mitarbeiterinnen der Kita Wackelzahn zur Arbeit mit den Jüngsten
Vordergründig prägt neben der eigentlichen päd. Arbeit in einer entsprechend strukturierten, vertrauensvollen Raum- und Angebots-Atmosphäre der Beziehungs- und Kommunikationsaufbau zu den Kindern und deren Eltern unsere pädagogische Grundhaltung: - Die Achtung der Würde jedes einzelnen Kindes und Elternteils - der gegenseitige Respekt, die gegenseitige Wertschätzung - der Aufbau einer empathischen, sozioemotionalen, partnerschaftlichen Beziehung zueinander - die Beförderung der Kontaktaufnahme bzw. die Hilfestellung bei der Bewältigung von Konfliktsituationen v. a. in der ersten Zeit der Eingewöhnung - an den bereits vorhandenen Kompetenzen der Jüngsten ansetzen, diese weiterentwickeln und dabei auch den Eltern beratend und unterstützend zur Seite zu stehen (s. u.: Elternarbeit)
Insgesamt wird die Aufnahme von 28 Kindern im Alter v. 2 Monaten (8 Wochen) bis 3 Jahren problemlos möglich sein. Dazu stehen insgesamt fünf pädagogische Fachkräfte ausschließlich für die pädagogische Arbeit mit den Krippenkindern zur Verfügung. Bei Bedarf werden sie von einer ständigen Vertretungskraft und von bis zu drei weiteren Fachkräften aus dem Elementarbereich unterstützt.
Bildungskonzept: Bildungsziele
Bildung kann nicht von außen „gemacht“ werden. Sie ist ein aktiver selbst gesteuerter und ganzheitlicher, auf Emotionen begründeter und alle Körpersinne ansprechender Prozess. Jede Erfahrung, die ein Kind von Beginn an macht, fördert die Entwicklung neuronaler Vernetzungen im Gehirn, die Konstruktion von Denkstrukturen. Kleinkinder entwickeln ihr Denken, ihren Intellekt übers Handeln. In diesem Sinne ist Bildung = Selbst-Bildung.
Beziehung und Bindung sind die Basis für kindliche Selbstbildungsprozesse. Bildungsprozesse ereignen sich, indem Kinder an Vertrautes anknüpfend neue Erfahrungen wagen. Es ist wichtig, dass die Kleinsten sich in der Krippe wohl fühlen, sich integrieren, von den Angeboten profitieren, sich Kompetenzen aneignen und ihrer Fähigkeiten bewusst werden können. Dafür haben wir folgende Voraussetzungen: - Jedes Kind muss elternbegleitet/bezugspersonorientiert eingewöhnt werden. - Unsere Jüngsten erfahren emotionale Zuwendungen und viel Aufmerksamkeit, eine hohe Antwortbereitschaft durch das päd. Fachpersonal bzw. die Bezugspersonen. - Sprachliche Stimulation und Unterstützung der Kommunikationsversuche, eine entscheidende Herausforderung v. a. bei den jüngsten Kindern! - Altersgemäße Entwicklungsanregungen, basierend auf adäquatem Entwicklungswissen der päd. Fachkräfte - Aktive Entwicklungsbegleitung durch die päd. Fachkräfte, ebenso wie angemessene Freiräume (und Rückzugsmöglichkeiten), um selbständig agieren zu können - Experimentierflächen für Kopf, Hand & Fuß, kurz: für alle Körpersinne. - Respektierung der kindlichen Zeitvorstellungen - Freund- bzw. Spielpartnerschaften für Kinder verschiedenen Alters fördern, um anhand von Nachahmungsverhalten bzw. dementsprechenden Spielsituationen das initiierte Lernen vielfältig zu verstärken…
Über Ich- und Selbst-Erfahrungen zur eigenen Persönlichkeit: Unsere Ziele in der päd. Arbeit mit unseren Kleinsten sind geprägt durch die Förderung ihrer Selbständigkeit anhand von Selbstverwirklichungs- und Selbstbildungsprozessen. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die Förderung der Entwicklung einer psychoemotionalen Stabilität (Stichwort: Resilienzkompetenzen). Unsere Krippenerzieher/innen gehen grundsätzlich auf die Bedürfnisse der Kinder, auf ihre Interessenlagen, ihre Neugier ein und setzen diese in altersadäquate Angebote um. Insofern werden die päd. Bereiche offen für alle Kinder sein, die Kinder selbst in wechselnden Settings sowohl in altersheterogenen als auch -homogenen Gruppen betreut.
Körper-Erfahrungen - Über das Ich und Du zur Entwicklung empathischer Kompetenzen: Zusammenfassend aus den Darstellungen des Bildungskonzeptes und der Raumkonzeption (siehe Kapitel 1, Gesamtkonzeption) wird deutlich: Die Bereitstellung senso- und psychomotorische Erfahrungsfelder die Raumbereiche mit dem päd. Schwerpunkt ’Kreatives Gestalten’ die persönlichen und kommunikativen Erfahrungen im Rahmen der täglichen Körperpflege, Sauberkeit & Hygiene das individuelle wie gemeinsame Sammeln erster Umwelt-/Naturerfahrungen in den ’Forscherecken’/Lernwerkstattbereichen sowie auf unserem Außengelände tragen zur individuellen Entwicklung nicht nur von kognitiven oder psycho-motorischen sondern eben auch von kommunikativen, sozialen und empathischen Kompetenzen bei.
Erstkontakt und Eingewöhnungsphase
Bereits vor Betreuungsbeginn eines Krippenkindes werden wir die Eltern im Rahmen eines Aufnahmegespräches über die Eingewöhnungsphase nach dem Berliner Modell eingehend informieren (s. Anhang). Dabei berücksichtigen wir (familiäre) Realitäten, Wünsche und Ängste der Eltern gleichermaßen. In diesem Vorgespräch wird den Eltern die Wichtigkeit der von ihnen begleiteten Eingewöhnung verständlich gemacht. Die Eingewöhnungsphase kann nur zusammen mit einer primären Bezugsperson des Kindes gelingen, da diese das Kind am besten kennt und sein Vertrauen besitzt. (In den Vorgesprächen werden auch Schlaf- und Essgewohnheiten und andere Besonderheiten des Kindes und seiner Familie besprochen.) Wir möchten eine grundlegende vertrauensvolle Beziehung zu Eltern und Kind aufbauen. Die Kompetenzen der Eltern werden geschätzt und sie somit als ’erster Experte’ fürs eigene Kind wahr- bzw. ernst genommen. Auf Grundlage des dadurch bei dem Kleinkind vorhandenen soliden Sicherheitsgefühls kann sich seine Erzieherin/Patin ihm nun nähern und direkter zuwenden – ohne sich dabei aufzudrängen – und die Beziehung zu ihm täglich intensiver gestalten. Erst dann kann sich das Elternteil phasenweise entfernen – mit immer länger währenden Zeitintervallen. Analog zu den Elementarkindern verläuft die Dauer der Eingewöhnungsphase individuell zwischen 10 bis 20 Werktagen, je nachdem, wann das Kind in der Lage sein wird, ohne seine Eltern bzw. primären Bezugspersonen in der Krippe zu verweilen (siehe Anhang ‘Eingewöhnungsphase neuer Kinder‘).
Die alltägliche päd. Arbeit: der rhythmisierte Tagesablauf
Der ’Alltag’ in einer gerafften Übersicht 6:00 bis 8:00 Uhr Frühdienst 8:30 bis 9:00 Uhr Frühstück – in 2 Gruppen bzw. 2 Bereichen, mit einer betont sozialen Komponente gestaltet: Ein 2. Frühstück gibt es mittlerweile regelmäßig ab 10:00 Uhr. 9:15 Uhr Morgenkreis - 15 Min., z. B. mit ’Aktionskörbchen’. Danach: Freispiel, Angebote in Kleingruppen, ins eigens für die Krippenkinder gestaltete Außengelände gehen. 11:15 Uhr Mittagessen - in entspannter Atmosphäre wird ein gesundes, ökologisches Mittagessen angeboten (siehe Anhang). Im Anschluss Wickeln, Zähne putzen. ab ca. 12:00 Schlafenszeit für die Jüngsten bzw. Ruhepause für alle (in der Zeit bsplsw. gemeinsam Bücher anschauen…) ab 14:00 Uhr kleiner Imbiss für alle 14:30 bis 16:00 Uhr kleinere Angebote, Freispiel, ins Außengelände gehen. Ab 16:00 Uhr Spätdienst
Der Tagesablauf hat zwar seine wichtigen, einen geordneten Rhythmus vermittelnden Orientierungspunkte, ist aber von der päd. Umsetzung her als ein ’Offener Ablauf’ zu begreifen. Dabei kommt es darauf an, neben ihren Interessen/Neigungen/bevorzugten Spielaktivitäten die individuellen Bedürfnisse und pers. (Zeit-)Rhythmen der Kinder in Bezug auf ihre Ess- und Trinkgewohnheiten, aber auch hinsichtlich ihres persönlichen Wickel-bedarfs zu erkennen.
Begrüßung/Verabschiedung/Ruhephasen: Rituale Rituale sind im Hinblick auf (Ein-)Gewöhnung & (Neu-)Orientierung, Kontinuität & Sicherheitsgefühl, Bindungsaufbau & Zugehörigkeit unverzichtbar! So gilt bsplsw. bei der Begrüßung bzw. dem Ankommen: Jedes Kind und jedes Elternteil wird mit Namen begrüßt. Außerdem wird das Kind willkommen geheißen und ihm durch ein kleines Gespräch oder durch eine (z. B. visualisierte, Stichwort: Digitaler Bilderrahmen im Eingangs-/Garderobenbereich) Erinnerung an ein schönes Ereignis aus den Vortagen der ’Einstieg’ erleichtert. Die Eltern werden abschließend z. B. durch ein Winke-Ritual gemeinsam verabschiedet. Nach dem Frühstück werden im alltäglichen Morgenkreis alle Kinder namentlich begrüßt. Auch hier beginnen wir unsere Zusammenkunft mit einem christlich geprägten Ritual – einem Spruch, einem Gebet, einer Geschichte oder einem Lied. Danach können sich die Kinder ein weiteres Morgenkreis-Angebot aus dem Aktionskörbchen, versehen mit unterschiedlichen Symbolen, heraussuchen - z.B. Singen, Vorlesen, Fingerspiele. Nach dem Morgenkreis, der ersten Angebotsphase und dem anschl. Mittagessen ist Wickel-, Ruhe- und Schlafenszeit: Über die methodisch-ritualisierte Verwendung den Kindern geläufiger Lieder (z. T. mit christlich-religiösem Bezug), Spieluhren oder bestimmter Lichtspiele ’erleichtern’ die Erzieher/innen den Kindern den Übergang aus der aktiven in die passive (Ruhe-)Phase. (Anm.: Grundsätzlich gilt: Pflegezeit ist eine ’Zeit der Nähe’, eine intime Zeit zwischen den Erzieherinnen/Patinnen und ihren Kindern: Gerade Pflegesituationen finden in einem angenehmen, positiven Ambiente/Setting statt...)
In der Abholphase wird jedes Kind persönlich von den Erzieher/innen verabschiedet bzw. seinem Elternteil übergeben!
Natürlich feiern wir auch die Geburtstage, verschiedene Jahresfeste und gehen regelmäßig auf Ausflüge. All dieses gibt den Kindern ein Gefühl von Zeit und Rhythmus.
Die Mahlzeiten: So viel Ökologie wie möglich (siehe Anhang)! Die Mahlzeiten und die Art der Essenseinnahme richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und finden grundsätzlich in einer ruhigen, heimeligen Atmosphäre statt. Die Kleinsten werden selbstverständlich gefüttert – die Größeren essen selbständig bzw. werden dabei unterstützt. In diesem Rahmen werden allen Kindern Eindrücke unserer Esskultur vermittelt (Umgang mit Geschirr, ggf. Eindecken der Tische usw.) und gemeinsame christliche Tisch-Rituale vor dem Essen begangen.
Die Angebotsphasen/-projekte In Anlehnung an das in Kapitel 1/Gesamtkonzeption beschriebene Raumkonzept unter Berücksichtigung der Rolle des Raumes in seiner Ausgestaltung als der ’3. Erzieher’ (neben den Eltern und den Krippenpädagog/innen) orientieren sich die Angebote i. d. R. an folgenden Schwerpunkten: - Die Faszination der Kinder dieses Alters am kreativen Gestalten: im Atelier an den Staffeleien, an Bastel- und Maltischen und auf dem Fußboden mit unterschiedlichsten Materialien und ’Werkzeugen’ - Bewegungsförderung in den Bewegungslandschaften: Raumecken und -plätze, die 2. Ebene und mobile Bewegungsbaustellen zum Klettern, Balancieren, Schaukeln etc. – als freies sowie durch die Erzieher/innen angeleitetes Turnangebot und dazu ebenfalls die vorhandenen Räumlichkeiten des Elementarbereichs nutzend - Freies Bauen in den Bauecken/-bereichen – dabei unterstützen die Erzieher/innen in erster Linie nur… - Die Wasser-Lernwerkstatt im Elementarbereich kann ebenfalls v. d. Krippenkindern genutzt werden! - Entwicklung sprachlicher Kompetenzen wie auch bsplsw. mathematischer Grunderfahrungen durch das Einbringen kommunikativer, lustvoller Spielideen in den pädagogischen Alltag – z. B. anhand von Liedern/Geschichten, Fingerspielen, verschiedenster Materialien zum Sortieren, unterschiedlicher Behälter, in die etwas gefüllt werden kann usw. - Erforschen natürlicher Phänomene in den ’Forscherecken’, in der Umgebung/ Umwelt auf dem Kita-Außengelände bzw. im Rahmen kleinerer Ausflüge in die angrenzenden Parks (ins Grüne Zentrum) - Erste Erfahrungen mit der Bibel, mit biblischen Geschichten im Rahmen altersgerecht gestalteter religionspädagogischer Angebote - Gesundheitsfördernde Angebote – z. T. in Projektform – v. a. zu den Themen Ernährung, Bewegung, Hygiene & Sauberkeitserziehung; auch unter Einbeziehung der Eltern im Rahmen entsprechender Angebote für Eltern-Kind-Gruppen im Ev. Familienzentrum
Die Elternarbeit: Partizipation durch Mitgestaltung
Die Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Krippenkinder benötigt besondere Strukturen und Elemente: Wichtig für den gemeinsamen Aufbau eines guten, konstruktiven Vertrauensverhältnisses ist dabei ein umfassender, gelingender Informationsaustausch mit den Eltern, der für die gemeinsame Mitwirkung am Entwicklungsprozess des Kindes unerlässlich ist. Dazu sind regelmäßige Einzel- bzw. Entwicklungsgespräche nötig, die bei Bedarf durch notwendige, spezielle Formen der Eltern- bzw. Familienberatung im Wesentlichen durch die im hiesigen Familienzentrum ansässigen Kooperationspartner aus der Jugend-/Familienhilfe ergänzt werden.
Umsetzung - Ein gutes Aufnahmegespräch, in dem die Eingewöhnung ausführlich erklärt wird. In diesem Gespräch werden auch andere wichtige Informationen, Erkenntnisse z. B. hinsichtlich der individuellen Entwicklung zu dem/n Kind/ern ausgetauscht. - Alle Eltern bekommen einen Elternbrief mit Informationen zum Ablauf der Eingewöhnung (bzw. der einzelnen Eingewöhnungsphasen). - Von den jeweiligen Eltern werden – auf Wunsch zusammen mit den Erzieher/ innen/PatInnen - ein ICH - Buch zu ihrem/n Kind/ern erstellt. (Fotos von jedem Kind, von den Eltern u. ä.) - Ein zweites Elterngespräch (nach dem intensiveren ersten Aufnahmegespräch) erfolgt idealerweise 8 Wochen nach der Eingewöhnung. - Desweiteren werden alle folgenden Elterngespräche im regelmäßigen Turnus (mind. eins pro Jahr) angeboten. Inhalt: Die Entwicklung des Kindes, beobachtet durch die Erzieherin/Patin. Ab dem ersten Tag des Krippenbesuchs wird die Erzieherin des Kindes über dessen Entwicklung Buch führen - dieses Portfolio ist ein Sammelordner, in dem anhand zahlreicher Fotos und kurzer Texte der Entwicklungsweg des Kindes dokumentiert wird.
Dokumentation und Transparenz der Umsetzung der Bildungsbereiche für die Eltern - Dokumentationsordner/Portfolios mit Fotoserien und Arbeitsproben der Kinder, bezogen auf die Ziele der Bildungspläne/Hamburger Bildungsempfehlungen - Digitaler Bilderrahmen im Eingang mit den jeweiligen Fotos der ’aktiven‘ Kinder. - Ein von unseren Krippenmitarbeiterinnen produzierter ca. 45min. Film über ‘einen Tag bei den Milch-Zähnen in ihrer Kita Wackelzahn‘, der ein- bis zweimal pro Jahr auf den Infoveranstaltungen für die Eltern unserer Jüngsten gezeigt wird und auch auf Wunsch verliehen werden kann! - Die Erzieherinnen führen ein kurzes Tagebuch über den Tagesablauf und den wesentlichen Informationen über unsere Tages-/Wochenangebote. - Am Stehpult im Eingangsbereich wird ein Infobuch geführt: Während der Bringezeit werden wichtige Informationen der Eltern für alle Erzieherinnen festgehalten, während die Patin bzw. prinzipiell alle Erzieherinnen im Rahmen der Abholsituation ggf. entsprechende Informationen für die Eltern über ihr Kind bereithalten (z.B. zum Essverhalten, Schlafverhalten etc.). - Spontane Tür- und Angelgespräche sollten grundsätzlich möglich sein!
Partizipation und Eltern-Mitarbeit - Gegenwärtig wird drei- bis viermal jährlich ein regelmäßiges Krippen-Elterncafé unter der Leitung des Ev. Familienzentrums in den Räumen des Eltern-Kind-Treffs angeboten (teilweise auch zu Themen/Problemen, von den Eltern mit Kindern in diesem besagten Alter betroffen sind), in dem Eltern die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen und sich gegenseitig zu beraten und weiterzuhelfen. - Weiterhin finden mehrfach im Jahr in Kooperation mit entspr. ReferentInnen - u. a. aus anderen Einrichtungen der Familien-/Jugendhilfe - Elterninformationsabende zu pädagogischen sowie gesundheitsfördernden (-präventiven) Themen für alle interessierten Eltern dieser Einrichtung bzw. des Stadtteils statt. - Weitere regelmäßige Angebote: Bastelnachmittage für Eltern (Spielmaterial für die Kinder herstellen), Gartentage usw.
Gemeinsames Gestalten von Übergängen: mit 2 oder mit 3 Jahren in den Elementarbereich
Die Arbeit mit den Zweijährigen in altersheterogenen Gruppen im Elementarbereich
Für alle Mitarbeiter/innen der Kita Wackelzahn ist es eine große Herausforderung, die so genannten ’früh entwickelten’ zweijährigen Kinder nach vorheriger Absprache mit ihren Eltern in den Elementarbereich zu integrieren, zumal unsere Jüngsten mehr Aufmerksamkeit bzw. individuelle Zuwendung als die Älteren brauchen. Diese für alle Beteiligten höchst sensible Phase des Übergangs vom Krippen- in den Elementarbereich wird von der Kita-Leitung in Absprache mit den Eltern initiiert und des Weiteren in gemeinsamer Arbeit zwischen den päd. Krippenfachkräften bzw. jeweiligen Patinnen und den neuen Erzieherinnen/Patinnen aus dem Elementarbereich abgestimmt und koordiniert. Grundsätzlich bekommen die (fast) dreijährigen, ’neuen‘ Elementarkinder von ihrer neuen Patin ein vertretbares Maß an ‘Mehr-Zuwendung’, d. h. die jeweiligen Angebote werden altersgemäß für alle Altersgruppen erstellt und somit v. a. dann auch für den Bedarf der Zweijährigen formuliert. Dabei werden sie dann i. d. R. nicht nur von der Erzieherin selbst sondern auch von den älteren Kindern tatkräftig unterstützt. Zudem bieten wir regelmäßig exklusive Beschäftigungsmöglichkeiten explizit nur für die Altersgruppe der Dreijährigen an – z. B. im Rahmen größerer Hausprojekte wie Canto Elementar und der jährlichen Kita-21-Projekte (siehe Anhang) oder altersgemäße Bewegungsspiele.
Fazit: Bei uns gibt es nicht die (geschlossene) Gruppe der Zweijährigen – wir haben sie ganz bewusst auf die einzelnen Patengruppen bzw. Erzieherinnen verteilt. Somit bekommen auch diese Kinder einen angemessenen, ‘gezielten’ Einstieg in die gruppengeprägte pädagogische Struktur von Angebot, individuellem Bedürfnis bzw. Interesse und dementsprechender Nachfrage. Und sie haben prinzipiell den gleichen Tagesrhythmus wie die älteren Elementarkinder – allenfalls mit Ausnahme der längeren Ruhe- bzw. manchmal auch Schlafphasen nach dem Mittagessen. Die dafür räumlichen und hygienischen Voraussetzungen, um den täglichen Bedürfnissen dieser Altersgruppe unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, sind im Elementarbereich der Kita vorhanden: Die Kinder können sich bei Bedarf in die vorhandenen Ruheecken der Räume zurückziehen. Und ein (Klapp-)Wickeltisch ist in einem der großen Sanitärräume ebenfalls aufgebaut!
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